Wenn man alleine auf weitem Feld steht, dann ist es einfach, genügend Platz zu haben. In den meisten Fällen ist der eigene Spielraum jedoch durch die direkte Konkurrenz begrenzt. Man kann sich durch diese Begrenzungen einmauern lassen in der eigenen Position oder aktiv die Erweiterung der eigenen Spielräume gestalten. Wir wählen stets die zweite Option.

Strategisch zu handeln, bedeutet, der Konkurrenz stets ein paar Züge voraus zu sein. Es gilt, den eigenen Spielraum genau zu kennen und diesen Schritt um Schritt zu erweitern. Dabei bewegt man sich nicht nur selbst, sondern unternimmt auch Maßnahmen, um die Konkurrenz neu zu platzieren.

Positionierungsbestimmung kommt daher einem Schachspiel gleich. Man definiert Züge, die das Gegenüber dazu zwingen zu reagieren. Stellt man sich klug genug an, bleibt der Konkurrenz nichts anderes übrig, als in der von uns gewünschten Weise zu reagieren.

Mit unseren Kundinnen und Kunden entwickeln wir ein Positionierungsmodell, so dass allen Beteiligten immer klar ist, wie wir das Spielfeld für unsere Ziele nutzen wollen. Das Schönste an diesem Spiel ist, dass man es gewinnen kann.

Aufgebaut war der gesamte Wahlkampf für Stephan Renner als eine große Mentoring-Erzählung. Der ältere Lehrmeister bringt dem Jüngeren etwas bei und der muss dann seinen Weg gehen. Im Fall des konkreten Wahlkampfes lösten Plakate, die einen erwachsenen und starken Stephan Renner zeigten, Plakate ab, auf denen er noch jugendlich an der Seite von anderen Parteimitgliedern steht. Die gemeinsame Plakatierung sorgte dafür, dass die Reihen der Partei geschlossen wurden und Stephan Renner beendete den Wahlkampf mit einem beachtlichen Erfolg von 38 Prozent. Deutlich besser als das Kommunalwahlergebnis zuvor.

Michael Jäcke ist Bürgermeister. Das ist bereits die Sensation. Denn er trat als Kandidat der SPD gegen einen gemeinsamen Kandidaten von CDU, Grünen, FDP und Freien Wählern an. Bereits im ersten Wahlgang konnte er die absolute Mehrheit der Stimmen erzielen. Die Kampagne von Michael Jäcke unterstützte Michael Jäcke dabei, ein stärkeres Angebot zu machen, als ein gemeinsamer Kandidat aller anderen Parteien zusammen. Den Kern der Kampange bildet der Lokalkollorit. „Mein“ und „Dein“ sind die beiden Worte, aus denen der Stadtname „Minden“ (Min+Din) entstanden ist. Dieser Gründungsmythos, den in Minden viele Menschen kennen, spiegelt sich im Text der Kampagne. Darüber hinaus kombiniert der Text der Kampagne verwalterische Kompetenz in Begriffen wie „Wirtschaftsförderung“, „Kulturprogramm“ oder „Schulentwicklung“ mit persönlichen Chancen wie „Freiheit“, „Chance“ und „Erfolg“.

Die SPD im Odenwald stellt wieder den Landrat. Gegen einen wieder kandidierenden, gemeinsam von CDU und Freien Wählern aufgestellten Landrat, konnte sich Frank Matiaske im ersten Wahlgang erfolgreich durchsetzen. Mit Frank Matiaske und der SPD Odenwald entwickelten wir die gesamte strategische Rahmung des Wahlkampfes, formulierten gemeinsam mit dem Kandidaten Texte und Reden und gestalteten seinen Wahlkampf. Für die SPD im Odenwald wurde der Landratswahlkampf zum Wendepunkt. Nach Jahren der Verluste konnte die SPD im Odenwaldkreis ein Jahr später als einziger Kreisverband in ganz Hessen mit Hilfe unserer Kampagne ein verbessertes Kreistagswahlergebnis erzielen.